Liebe Eltern,

Ihr Kind hat in einer unserer Gruppen einen Platz erhalten und sie werden nun unsere Kinderstube näher kennen lernen.

Im Vorfeld haben Sie mit der zuständigen pädagogischen Fachkraft ein Aufnahmegespräch geführt. Dort wurde der Ablauf der Eingewöhnung besprochen und nun folgen noch einmal schriftlich die wichtigsten Informationen zur Eingewöhnung:

In der ersten Woche kommt Ihr Kind jeden Tag in die Kinderstube. Sie, als Bezugsperson, bleiben die ganze Zeit anwesend. Das Kind soll mit Ihnen gemeinsam die neue Umgebung und die jeweilige Bezugsperson in der Gruppe kennenlernen.

Die Dauer des Aufenthalts in der Kinderstube orientiert sich an der Tagesform des Kindes. Die ersten Tage sind für das Kind sehr anstrengend und es soll nicht mit zu vielen Reizen überfordert werden, deshalb reichen meistens 1-1,5 Stunden pro Tag.

Bei der ersten Trennung halten wir die Zeit des Weggehens bewusst ganz gering, wir beginnen mit 5-10 Minuten. In dieser Zeit können Sie zwar kaum etwas erledigen, es ist jedoch für das Kind wichtig, dass die Zeit ohne Mama/Papa überschaubar ist und das Wiedersehen nicht so lange auf sich warten lässt. Das Kind muss zur Gewissheit kommen, dass die Eltern wiederkommen. Deshalb ist es wichtig, dass die gemeinsam vereinbarte Zeit zuverlässig eingehalten wird. Jetzt ist die Kinderstubenzeit zu Ende. Das Kind lernt von Anfang an, wenn die Mama kommt, gehen wir nach Hause.

In den darauf folgenden Tagen wird die Verweildauer gesteigert. Hierfür haben wir keinen strengen Fahrplan, sondern orientieren uns am Verhalten des Kindes. Es ist uns wichtig, dies im Gespräch mit Ihnen gemeinsam abzustimmen.

Planen Sie für die Eingewöhnung genügend Zeit ein. In der Regel dauert eine erfolgreiche Eingewöhnung 6-8 Wochen.

Unsere Eingewöhnung ist:

Elternbegleitet:

Sie als Eltern bieten Ihrem Kind beim Start in der Kinderstube Sicherheit, Begleitung und Unterstützung. Es braucht Sie, um sich in der neuen Situation zurechtzufinden und um sich auf die neue Bezugsperson einstellen zu können. Am Anfang sollte immer das gleiche Elternteil das Kind begleiten.

Bezugspersonenorientiert:

Die Eingewöhnung wird von einer pädagogischen Fachkraft durchgehend begleitet. Dadurch erfährt das Kind Sicherheit, Verlässlichkeit, Berechenbarkeit. Mit der Zeit baut das Kind auch zu den anderen Fachkräften eine Beziehung auf, sodass es sich später auch ohne „Seine Bezugsperson“ geborgen und aufgehoben fühlt.

Abschiedsbetont:

Eltern müssen sich klar von den Kindern verabschieden. Das Kind wird der Erzieherin übergeben. Damit signalisieren Eltern auch ihr Einverständnis, dass das Kind bleibt. Ein kleines Ritual erleichtert oft die Trennung. Das Kind darf auch weinen, denn es ist traurig, wenn die Eltern gehen. Den Abschiedsschmerz zulassen. Es ist dann unsere Aufgabe herauszufinden, was tröstet und hilft. Kurze, klare Abschiede erleichtern die Abschiedssituation.

Was das Ankommen erleichtern kann:

  • Immer wiederkehrende Rituale
  • Ein Begleiter/Tröster von Zuhause, z.B. Schnuller, Schmusetuch usw. erleichtert den Übergang bzw. das Ankommen.

Wie Sie sich Ihrem Kind gegenüber verhalten sollten:

  • Keine Erwartungen an das Kind
  • Ihr Kind bestimmt selbst die Art und das Tempo wie und wann es sich von Ihnen als Bezugsperson löst. Drängen sie ihr Kind nicht zu Aktivitäten usw.
  • Mit Ruhe und Gelassenheit anwesend sein, dem Kind Sicherheit geben
  • Wenn sich Ihr Kind ohne Ihre Begleitung im Raum bewegt, dann warten bis es wieder von allein zurückkommt und Ihre Nähe und Bestätigung sucht
  • So normal wie möglich mit dem Kind umgehen. Gewohnten Umgang nicht verändern, um dem Kind Sicherheit zu geben

Wie wir uns als Team verhalten:

  • Wir beobachten die Interessen des Kindes und das Kind soll die Geschwindigkeit selbst entscheiden
  • Das Ziel in der Eingewöhnungsphase ist, dass eine vertrauensvolle Beziehung zwischen uns, Ihrem Kind und Ihnen entstehen, wachsen und sich festigen kann.